cher[r]ish …

Irgendwann setzt sich die Welt nur noch aus den Farben Rot, Grün und Blau zusammen. Und nach 2 intensiven Wochenend-Tagen, die man mit Pflücken und Nichtpflücken reifer, sehr reifer, aufgeplatzter, blassroter, zu kleiner (nicht in die genossenschaftlich-vorgeschriebenen Formate der Sortierschablone passenden) und prächtiger, übergroßer Kirschen verbringt, ist (fast) Alles noch ein bisschen röter, runder und egaler. Das Universum schrumpft zu einer kleinen, kernhaltigen Masse. Man is(s)t so unglaublich vertieft. Das teilweise Schweigen der Anderen (Erntehelfer/Freunde/family members) passt sich der eigenen Gedankenleere an, kollektive Entspannungstherapie quasi, die nur vom Summen gieriger Insekten begleitet wird. 35° Celsius and more. Aber wozu gibt es Sonnenspray (sic!) und gekühltes bis lauwarmes Mineralwasser. Und so pflückt und flieht man … bis man so durchmeditiert ist, dass einem der Schweiß aus allen Poren bricht. Und es Zeit wird, aus der senkrechten Haltung (meist gestreckter Haltung, weil man ja auch an die höchstgewachsenen Früchte will; Hilfsmittel: 4 bis 5 Meter hohe Alu-Leitern, aber so todesmutig war ich dann doch nicht) in eine horizontale Lage wechseln will, also entweder Hängematte oder Freibad (seit gefühlt 3 Jahren wieder in einem öffentlichen Swimmingpool zu sein, ist ein historisch zweifelhafter Moment) …

Ein paar (Handy)Fotos, die aufgrund schlechter Qualität nur Beweischarakter haben: das letzte Bild stellt tatsächlich ein Zwergkaninchen dar, das nur den Eindruck erweckt, friedlich vor sich hin zu mümmeln, in Wirklichkeit aber genauso lebhaft wie streichelzart war:


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media monday #205

media monday #205

media-monday-205

1. Nicht erst seit gestern habe ich ein regelrechtes Faible für Filmbücher/-zeitschriften, denn da kann ich mich intensiver mit diesem Medium auseinandersetzen.

2. Mea Culpa ist in seiner Ausgestaltung (besonders die Hochgeschwindigkeitszug-Schießerei am Schluss des Films) doch recht heftig, was mir trotz allem gut gefallen hat .

3. The Gunman war meines Erachtens von vornherein zum Scheitern verurteilt, schließlich ist Sean Penn nicht Liam Neeson.

4. Die große Faszination von für Golshifteh Farahani…

5. Stephen-King-Verfilmungen würde(n) mir noch weitaus mehr zusagen, wenn noch mehr Sorgfalt auf Auswahl der Darsteller und beim Drehbuch gelegt würde.

6. ____ hat auch schon bessere Filme gedreht, aber ____ .

7. Allgemein mag ich am liebsten Filme, bei denen die Botschaft nicht plakativ, sondern kreativ verpackt ist.

im zweifel

dort, wo dein herz ist

aus naher entfernung

schon tausendfach getroffen, prä-mortem

ein bull’s eye,

um millimeter verfehlt

ein abgefederter schmerz,

tränen reich, heute

so wie ich, ein neuer wirkstoff:

kalt erhaben schweigsam

glut getäuschter ausgeglichenheit:

unsere flammen, aufeinander geworfen

du bist mein brigadier (anker, lichtung, burg und tod)

was ich dir sagen kann, ist nicht das, was ich dir sage

alles, was ich fühle sind ausgewilderte zeichen, unter wasser

als seelenmessgerät ein kompass ohne namen,

in deinen händen ein geschenk, zerschossene worte,

eine bonbonniere, gefüllt mit langweiligkeit,

du bist das messer, im wüstensand,

ich die auster, ganz weit, da draußen.

wo haben wir uns gefunden,

vielleicht ein ort, an dem wir uns auch verlieren,

liegt ein wunsch,

irgendwo ein teil von uns,

begraben.