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loose ends …

An allen Flanken: Liegengebliebenes, Halb- und Zweidrittelfertiges, im Kopf Zwischengespeichertes,  Endgelagertes.

Nichtsdestoweniger kein handfester Beweis meines inner struggle.

Vor allem die seit Tagen (Wochen?) von mir unbeantworteten Kommentare, Facebookmessages und anderen virtuellen Mitteilungen sind untrügliche Zeichen meiner wieder oder immer wieder aufkeimenden Tatenlosigkeit.

Schaffe ich es heute es und mich zu bewältigen? Momentan sitze ich klopfenden Herzens und mit leeren Gedanken da, mein Blick auf den blinkenden Curser, schließlich an die Wand gerichtet.

Dann mein  Lieblingsmantra, das von unsichtbarer Hand auf diese weiße, rauhe Fläche projiziert wird : I’m so damn pathetic.

Ja, es ist alles so heavy loaded geworden. Es entsteht einfach kein normales Actio und Reactio. Ich empfange Signale, nehme auch eure Worte und die der Anderen auf, kann dem aber nicht[s] zeitnah und relevant entgegen setzen.

Ein berechtigter Einwand: trotz allem schreibe (und poste) ich ja. Das stimmt. Aber Schreiben (gerade was Einträge ohne expressiven HerzBlutvergießens betrifft) ist bei mir ein sehr dehnbarer und vielgeschichteter Begriff.

Mit allem, was sich annähernd  als unverbindlich, und somit emotional ungefährlich erweist,  kann ich -in abgegrenzten Rahmen- einigermaßen umgehen. Sobald es jedoch mit Gefühlen unterfüttert ist, sobald eine oder mehrere, mir (trotz virtueller Distanz) nahestehende Personen involiert sind, verliere ich mich. Und schließlich: Standspur.

Dennoch würde ich mich als süchtig bezeichnen. Als jemand der stark von Worten abhängig ist. Von jedem einzelnen Wort, das an mich und dann wieder an eine unbestimmte  Masse Mensch gerichtet ist. Und da ist viel Absorbtion dabei, ein hostienartiges ungläubiges InMirAufnehmen, mir gleichzeitig vollkommen bewusst sein, dass ich verdammt noch mal äußerst privilegiert bin, dass ich alles, nur keine eigene Stimme und schon gar kein Gewissen habe, und es mir leid tut, und ich mich dann wahrscheinlich auf erbärmliche Art mehr bedauere als die eigentlich Betroffenen.

Stunden,Tage und Wochen vergehen. Das brennende Verlangen nach Kommunikation, nach einem Zwischen- und Miteinander wächst direkt proportional mit dieser inneren Blockade.

I’m sorry.

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Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

2 Antworten zu “loose ends …

  1. Ich kenne diesen Zustand und liebe die Worte, mit denen du ihn umschreibst. Du bist mir klar im Vorteil – du schaffst es, diese Apathie in Sätze zu pressen.
    Halte durch, man darf auch pathetisch sein.

    • Dabei wünschte ich so sehr, anders sein zu können. Empathisch bin ich nur für mich allein, in äußerster Stille, und wirke daher wahrscheinlich sehr unbarmherzig, oder wie auch immer. So gesehen weiß ich nicht, ob es unbedingt vorteilhaft ist, seine Apathie in Worten und auf digitalem Papier ausdrücken zu können. Nichtsdestoweniger danke ich dir für deinen Kommentar. Und für deine/n Blog/s, die ich leider nur als schweigender Leser, aber mit umso größerem Interesse verfolge.

      Sorry für die sehr verspätete Antwort.

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