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to love somebody …

Meine Stimmungslage wird wieder mal von äußeren Koordinaten beeinflusst (Wetter, Politik, Personen, Nicht-Personen, nicht anwesende Personen, Essen, Nicht-Essen),  und so lasse ich mich mit dem letzten Rest Verstand  in dieser bittersüßen garbage soup treiben. Immer mehr und häufiger reiße ich in mediale Scheinwelten aus, die mir zwar kein besseres, aber ein anderes Lebensmodell versprechen: die Realitäten, wie ein sich windendes, zweites Ich:  eine Doppelhelix, die mich gefangen nimmt, und ich außerordentlich betäubt werde von blinkenden, glitzernden Teilchen, die zusammengenommen kein richtiges Ganzes, aber doch ein Etwas ergeben, das mich für ein paar Momente leuchten lässt;  etwas, das mir eine Sprache gibt, die mir sonst schon lange fehlt.

Comme toujours: ein verinseltes Wochenende, das ich fast ausschließlich in meinem Zimmer und in/auf meiner private comfort zone aka Schlafcouch verbracht habe: menschenlos und unambitioniert; der Stapel an nicht gelesenen Büchern schrumpft komischerweise beinahe direkt proportional [gerade lese ich sogar außergewöhnlich entspannend eine, nennt man es romantic novel ?! Beth Roberts: Der Liebhaber meines Mannes; zwischendurch das ein oder andere HertaMüllerGedicht (aus Vater telefoniert mit den Fliegen) oder Volker Hages biographische Skizzen (anders kann und will ich es nicht nennen) über John Updike)]. Inzwischen dürfte ich in den vergangenen 3 oder 4 Monaten auch um die 200 Filme und Serien auf DVD und im Kino angeguckt haben: ein exponentieller Anstieg, vor allem, wenn man es mit dem Scheitern in allen anderen Segmenten meines Daseins vergleicht.

Und vollkommen beschämt berachte ich die hier von mir noch [sic!] unbeantworteten Kommentare und frage mich:  wie kann ich mich nur diesmal entschuldigen [Kraftlosigkeit und die damit einhergehende tatsächlich hartnäckige, alles zersetzende Müdigkeit scheinen mir als Argumente zu dünn und fadenscheinig] , es wieder gut machen, und vor allem wann ?

Ein Song, der alles  – oder auch nichts – verklären könnte (nicht unbedingt vom Inhalt, sondern von der Melancholie, wie dem langsamen Niederbrennen einer bereits halb niedergebrannten Kerze), wäre Scott Matthews zu Tränen rührende Neuinterpretation eines alten Bee Gee Klassikers:

And I’m blind, so  blind

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Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

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