Veröffentlicht am

terribly ashamed of myself …

Weil ich einfach nichts schaffe, und schon gar nicht erschaffe,  mich höchstens comme some kind of roi de soleil in eigene Schatten werfe (if at all)  also vollkommen teilnahmslos bin. Kein Rückgrat besitze, mir immer tiefer fliegende Tauben (ungebraten, vegetarisch) wünsche, die sich mir todesmutig widersetzen (nur ein dummer Reflex?), weil ich es selbst nicht mehr vermag: mich bewegen (höchstens passiv rückwärts).

Eben habe ich mir die von mir seit Wochen unbeantworteten Kommentare durchgelesen und war sofort  unglaublich verlegen, weil ich bisher immer noch nicht die innere Bereitschaft, Kraft, whatever gefunden habe, mich damit zu beschäftigen. Wie gelingt es „normalen“ Menschen bloß, jederzeit zu funktionieren (ok, auch wenn ich genau weiß, dass es nicht so ist, so ist es doch in meinem Kopf eine umunstößliche Tatsache: diese I Robot Menschen  und deren perfekte, sorgenfreie & aseptische Welt …)?!

Und ich frage mich: was mache ich überhaupt ? Was passiert und was blockiert?

Es ist ein minutiös einstudiertes Existieren im Zwischenstadium: akut schlafen, so gut und viel  Zeit wie möglich verstreichen lassen,  weiterschlafen … nicht tot, aber auch nicht lebendig. Der Wille, mir ein Ende zu setzen, ist übermächtig. Genauso wie das Wissen und Gewissen, es nicht zu tun. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich diesem Druck standhalte und wie gut ich im Negieren, Kaschieren und Fälschen dieses doch nun zum Status Quo gewordenen Zustands bin.

Nur wenn ich allein bin, gestehe ich mir Momente haltloser Schwäche zu, in denen es mir sogar fast gelingt, zu weinen. Und dann eben: die  Scham, dabei endlich entdeckt werden zu können  (eine unmögliche Möglichkeit).

Was gibt Halt, in diesen labilen Zeiten? Je ne sais pas Ich wusste es noch nie.

Und dann, all of a sudden, ein Lied, das in seiner schmerzvollen Interpretation alles verdichtet, wie  einem zweiten, spiegelbildlichen Ich entrissen zu sein scheint:

 

Advertisements

Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

4 Antworten zu “terribly ashamed of myself …

  1. annibloggt ⋅

    Ich schätze so lange dich lieder,melodien oder zeilen in büchern auf die art berühren, wie sie es tun, ist da immer noch hoffnung. Ich glaube manchmal muss man viellt erst den schlimmst möglichen selbst auferlegten schmerz spüren-auch wenn dieser eine art taubheit o.ä. ist-, damit man schließlich langsam aus ihm heraus-brechen kann (oft „muss“ zunächst der größte / heftigste punkt/pol des „widerstandes“ erreicht werden, damit es eine neue entwicklung geben kann. Wie zb. Häufig in der natur zu sehen -blumen/knospen- etc oder beim sport -anstrengung/tatsächlicher muskelaufbau etc etc )
    Und irgendwie habe ich immer noch das gefühl, das du trotz all deines schwermuts & deiner überzeugungen von dir & der welt, eigtl genau weißt, dass du -mehr- bist und mehr vom leben willst und dass dir dieses -mehr- auch zusteht.

    Mhm.. (: ..
    Anyways .. alles liebe für dich 🙂

    • Danke für deine sehr einfühlsamen Worte.

      Meine Gefühle, oder die entsprechende Klaviatur ist tatsächlich entweder falsch gestimmt oder ihre Tasten werden nur an ihren extremen Rändern angepielt.
      Es hat sich nichts geändert, diese absolute Taubheit, die auch in keinster Weise gebrochen werden kann, überlagert alles, was man Da:Sein nennen könnte. Es gibt da keinen Gipfel, den ich erst mühsam erklimmen und dann zuversichtlich wieder hinuntergleiten könnte.

      Was vielleicht als kulturelle Begeisterung erscheint, ist nichts anderes als verzweifelter Aktionismus. Irgendetwas tun, um nicht verrückt zu werden, noch ver:rückter zu werden …

      Und dennoch muss ich leise zugeben, dass ohne Musik, ohne Literatur und Film, oder diese Ersatzdrogen, alles noch viel schwerer zu etragen wäre …

  2. piedsnue

    Lieber Frank,

    auch mir geht es oft so, und dabei bin ich derzeit eigentlich in einer „guten“ Phase, in der nicht von morgens bis abends Sorgengedanken auf mir lasten. Dennoch sind Dinge oft überfordernd, und dazwischen der Gedanke „Wie machen andere Menschen das bloß“?
    Ich vermute, sie haben oft ebenso viel Scheu davor, z.B. auf Nachrichten zu antworten, und kompensieren das einfach durch größere Kraft, sich selbst zu etwas zu nötigen.

    Lange war dein Blog irgendwie in der Versenkung bei mir (habe kein RSS), und ich habe eine ganze Weile gebraucht, um bis zum Juli zu rekapitulieren. Es macht mich traurig, dass es dir weiterhin so geht, wie es das tut, achmensch… Ist es bei dir eigentlich jahreszeitenabhängig? Dass Winter oder Sommer sich unterschiedlich anfühlen, aus verschiedenen Gründen?
    Dennoch ist es bewundernswert, dass du immer weiter schreibst, das Blog nicht einfach einschlafen lässt. Ich wünsche dir Kraft, und mehr Nachsicht mit dir selbst…

    Liebe Grüße!
    (Und auf diesen Kommentar musst du gar nicht antworten, der ist einfach nur so da)

    Die Barfüßige

    • First of all: thank you for your sensible & compassionate comment.

      Ich hoffe, diese „gute Phase“ bei dir dauert an.

      Vielleicht wäre es für mich – da es immer noch viel mehr graue als helle Tage gibt- wichtig, mich an Zeiten zu erinnern, an denen ich annähernd frei und unbeschwert sein konnte. Wobei ich jedoch dann Gefahr laufe, immer verganzenheitslastiger zu werden, also die Gegenwart und die Zukunft ausblende…

      Und „jahreszeitenabhängig“… naja: der Sommer ist trotz aller Gedankenschwere immer noch erträglicher als der Herbst (meine schlimmste Jahreszeit).

      Ich würde gerne öfter von dir (deinem Blog) lesen.

      Alles Liebe,
      Frank

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s