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5 films [9] …

Seit über einem halben Jahr habe ich nicht mehr über diese Passion, die tatsächlich mehr ein Leidensweg (Anti-Therapie) als eine Leidenschaft ist, berichtet. Inzwischen habe ich wahrscheinlich über 300 DVDs (+ Kinofilme, OnlineStreams) geguckt, wie in einem Cronenbergschen Zweituniversum pflanzen sich einzelne visuelle Momente über meine Haut, einem schützenden Handschuh gleich. Und dann muss ich mir wieder ins Gedächtnis rufen, dass es sich nur um mehr oder weniger intelligent ausgedachte Storys handelt, die nichts oder wenig mit meiner eigenen Geschichte, aber sehr viel mit meinen eigenen Gefühlen, zu tun haben, und sowieso ist Film für mich immer mehr Fühlen als Sehen,  das Alles hat also einen ganz anderen mov[i]ement, einen anderen Bewegungsschwerpunkt.

Manche Filmszenen, legen sich sich wie Glassplitter auf meine Augen, kaleidoskopieren, verfremden, entzerren und im besten Fall: zertrümmern meine Welt.

Es gibt allerdings auch Filme, die so langweilig und formelhaft sind, dass ich inzwischen gelernt habe, den jeweiligen Handlungsverlauf zu prognostizieren. Wahrscheinlich ist es sowieso so, dass wenn man etwas oft genug sieht, einem Details nicht mehr so auffallen: irgendwann werden bestimmte Dinge unsichtbar.

Ok.

In loser Reihenfolge, aber einigermaßen chronologisch werde ich nun nach und nach diese Blogkategorie (wieder)wiederbeleben und versuchen, sie diesmal auch konsequent zu vervollständigen. Es wird hauptsächlich eine kritiklose Aneinanderreihung guter und weniger guter Filme sein, hauptsächlich also wohl (privat)archivarischen Charakter haben. Naja, bei Filmen, die nachhaltig auf mich einwirken, könnte ich eventuell ein SechsPunktesystem einführen oder diese etwas erbarmungslosen thumbs up/down Symbole.

1. 21 Jump Street

2. Trust

3. Laurel Canyon

4. Martha Marcy May Marlene

5. Colombiana

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Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

10 Antworten zu “5 films [9] …

  1. bullion

    „Trust“ ist ein echter Downer. Besonders als Vater einer Tochter. Das solltest du dir bei deiner Gemütsverfassung vielleicht noch einmal überlegen…

    • So richtig herunterziehen konnte mich der Film nicht. Ich konnte mich nicht mit Clive Owen identifizieren und auch gegenüber der Thematik war ich irgendwie immun. Früher (meine Tochter wird bald 17) habe ich immer Spielplätze und Autobahnen (oder allgemeiner: Straßenverkehr) als gefährliche reale Schauplätze angesehen (Entführung; Unfall); sie ist in gewissen Situationen noch kopfgesteuerter als ich und was Internetsicherheit bzw. Chatrooms betrifft, übervorsichtig.
      Mein letzter großer Downer war ein dänischer Film: Eine Familie.(der deutsche Trailer kann nicht mal annähernd die Tragik, die sich hinter der Story verbirgt wiedergeben: es scheint, als handelt es sich um eine Art Dramödie, dabei sind gerade die letzten 30 Minuten des Films so hautnah authentisch gespielt, dass er noch Tage danach in mir nachklang; das schaffen die allerwenigsten Streifen. Ich habe ihn im Original geguckt: die deutsche Synchro ist wie so oft unterirdisch schlecht.

  2. Wie oft ist „oft genug“? 🙂

    Ich habe manche Filme schon x-mal gesehen und trotzdem passiert es immer mal wieder, dass ich etwas Neues entdecke.
    Hat vielleicht auch damit zu tun, dass man bei bestimmten Worten, Tönen oder Bildern einen Gedanken aufgreift und dadurch die nächsten paar Sekunden abschweift und dadurch etwas nicht mitbekommt, was man beim nächsten Anschauen dann neu entdeckt.

    Es gibt aber auch solche Filme, die man synchron mitsprechen könnte… 🙂

    • Naja, das Problem besteht einfach darin, dass es gute und schlechte Filme gibt und dass ich je mehr Filme ich mir angucke, desto anspruchsvoller bzw. abgestumpfter werde. Andererseits hängt es auch immer mit meiner Stimmung zusammen: Tage, an denen ich nichts weiter will als größtmögliche Distanz zu meiner Person, sind dann eben schlechter geeignet für Geschichten, die mir eine emotionale Reibungsfläche bieten könnten, und dann entscheide ich mich defensiv nur für ein bestimmtes Genre: Action, Thriller, RomComs. Und an anderen Tagen will ich Bestätigung für mein InMich- und InDerWeltSein, und dann sind es eben mitfühlende Charaktere, die mich anziehen, also schlimmstenfalls Arthouse (ich mag diese Bezeichnung immer noch nicht, aber was soll’s).

      Wenn ein Film wirklich herausragend ist, traue ich mich oft nicht, ihn ein zweites Mal anzuschauen, weil ich denke, dass dann der Zauber verloren geht, ich von meinem ursprünglichen Urteil abweiche, Mängel entdecke und schließlich doch nicht so ergriffen sein könnte … There will be Blood ist z.B. so ein Film, oder Garden State.

      • Es wird auch für Filme gelten: Ein Übermaß sättigt und das schadet dem Genuss. Ich hatte (auch) eine Zeit, in der ich zwei, drei, vier Filme nacheinander in mich reinzog, mit dem Ergebnis, dass irgendwann keine Sättigung mehr einsetzte. Ich schaute und schaute – und hatte nichts mehr davon.

        Gerade darum schau ich heute nur noch ausgewählte Filme bzw. Sendungen im Fernsehen an, auf die ich zudem wirklich Lust haben muss. Und es sind wenige geworden, die mich noch interessieren.
        Jetzt muss ich erst mal bissel googlen gehen, z.B. RomComs. Ich glaube ich bin meiner Zeit etwas hinterhergeraten…… :o)

      • Bei mir ist es eher ein Mittel, nicht verrückt zu werden, um die Unmittelbarkeit meiner Gedanken und Gefühle weniger spüren zu können, als tatsächlicher Filmgenuss. Eine Sättigung dann in der Hinsicht, als dass ich irgendwann vollkommen betäubt, -aber in einem guten Sinne-, bin. Ich brauche an manchen Tagen auch weitaus mehr Input, als mir ein kettenraucherähnlicher Filmabend bieten könnte. Meist lese oder höre ich mich dann noch in den Schlaf, der dann doch wieder viel zu kurz ist…

        Naja, diese Abkürzung RomComs war unnötig und auch nur mangels eines besseren Begriffs gewählt (sowieso, diese Kategorisierung hat etwas Ex:klusives)…

        Danke für deine Comments.

      • Ach so… das mit dem Zauber eines Filmes stimmt! Man muss darauf gefasst sein, dass er beim 2. Hinsehen verloren geht. Vor allem und besonders dann, wenn man ihn das 1. Mal im Kino sah, danach im Fernsehen…. Welten, sag ich da nur…Welten! Und da kann der Fernseher noch so groß sein. 🙂

      • Ich nochmal.
        Ich denke, du verstehst schon was ich mit Sättigung bzw. nicht mehr sättigen meine – auch wenn sich das oben zu widersprechen scheint.
        Habs eben schnell so hingeschlampt. Sorry.

  3. 21 Jump Street fand ich sehr witzig, den Film kann man sich hundert mal ansehen. Trust hab ich erst vor kurzem gesehen. Fand ich ganz gut, ich mag Clive Owen. Martha Marcy May Marlene fand ich richtig gut, hab ich damals eigentlich nur gesehen weil die Schwester der Olsen Twins mitspielt und ich sehen wollte wie sie ist. Colombiana fand ich ganz in Ordnung, war aber nicht wirklich was originelles, aber ganz nett fürs einmalige Ansehen (meiner Meinung nach). Laurel Canyon klingt für mich nicht so interessant, ich würde es mir höchstens wegen Christian Bale ansehen. Ich muss deine Email noch beantworten, bitte sei mir nicht böse, ich will mir dafür nur Zeit nehmen und es nicht nur so hinklatschen, aber du bekommst noch eine Antwort.. Alles Liebe

    • Also erstmal: mach dir bitte keine Gedanken über die Beantwortung meiner Mail: immerhin kann ich mich jetzt ja schon vorfreuen.

      21 Jump Street musste ich mir (aus Gründen) in der deutschen Synchro anschauen, vielleicht ist der Film im Original besser. Die auf dem Film basiere Serie habe ich übrigens nicht angeguckt: da bin ich dann doch mehr 70erJahreKind.

      Ich finde auch, dass Martha Marcy May Marlene ein sehr guter Film war, mich hat da vor allem die schauspielerische Leistung von Elizabeth Olsen beeindruckt (es war mein erster Film mit ihr).

      Columbiana ist -jetzt mal abgesehen von der etwas konstruierten und unglaubwürdigen Story- bestes ActionKino.

      Laurel Canyon kann ich nur empfehlen, auch wenn er nicht die Tiefgründigkeit anderer BaleFilme hat: immer noch einer meiner Favorites: The Machinist.

      Danke für deinen Comment.

      Alles Liebe,
      Frank

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