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not autumn, not winter … in-between.

Dass der November mich diesmal so erwischt: vollkommen energielos muss ich mich durch die Tage quälen. Die Wochenenden verbringe ich bevorzugt komplett im Bett.

Mein Dasein wird bestimmt von Schlaf-, insbesondere R.E.M.Zeiten. Ich bin ein Zombie, nur dass ich keine Opfer fordere (aber wer weiß das schon so genau, wen ich beabsichtigt oder unbeabsichtigt mit ins Verderben reiße: durch mein Schweigen, das aber nur aus dem achtzigprozentigen lähmenden körperlichen Zustand heraus abgeleitet werden kann (die restlichen zwanzig Prozent sind psychische Löcher).

Es fällt mir immer schwerer, diese typischen Alltagsdinge zu bewältigen: Einkaufen, Arbeiten, Sprechen … alles ist gedanklich kontaminiert: eingelagerte Erinnerungsteilstücke, die kein zusammensetzbares Puzzle ergeben.

Ab und zu Kopfschmerzen, die ich gleich mit Paracetamol unterdrücke und mich dabei frage, wie viele von diesen Tabletten notwendig wären, um dem Ganzen ein Ende zu setzen.

Und dann doch weitermachen, irgendwie den Faden wiederaufnehmen … die Spur weiterziehen. In unbekanntes Grenzland.

Es wäre an der Zeit, dieses Blog mit reinen, überprüfbaren Fakten zu füttern: meine Tochter ist gestern 17 geworden; der Telefonjob wird zur endgültigen Zerreißprobe (Richard arbeitet seit ca. 2 Monaten bei uns und ist zu einer Art  Katalysator geworden: in seiner SemiProfessionalität gelingt es ihm, einen Konkurrenzkampf zu entfachen: alles sehr existenzialistisch … ); am 13.12. wird  wieder das alljährliche Betriebsweihnachtsessen stattfinden (save the date!); ich habe mir die ersten 2 Seasons True Blood angeguckt (bin absolut begeistert, vor allem von vampiraler Ironie: „Sorry, we’re dead.“ statt dem Üblichen: „Sorry, we’re closed.“ auf einem eigentlichen Abwesenheitshinweisschild eines Nachtclubs (doppelironisch) ist schon verdammt genial, finde ich)…

Ansonsten: graue Tage. Niemand und das Nichts…

 

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Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

6 Antworten zu “not autumn, not winter … in-between.

  1. Du lässt dich gehn!

    Ich (und vermutlich jeder andere Mensch auch) hab auch Tage, an denen ich am liebsten im Bett (bei mir ist das mein Schneckenhaus) bleiben würde…
    Aber ich KANN das nicht. Ich hab Verantwortung für ein Kind übernommen und diese Verantwortung endet lange Zeit nicht.

    Schon gar nicht, wenn das Kind 17 ist. Das ist ein verdammt schwieriges Alter, in dem man die Eltern braucht, und wenn sie noch so schreien, sie wären erwachsen. Wo ist ihr Vater, wenn sie ihn braucht? Wer lebt ihr vor, wenn nicht du, was zu tun ist, um beständig durchs Schul- oder Arbeitsleben und überhaupt durchs Leben zu kommen?
    Wenn schon dir dein Wohlergehen nicht mehr viel wert ist, ist DIR egal, wie sie sich fühlt? Bist du ein Vorbild, so wie du es sein KÖNNTEST, wenn du dich mal den bewegen würdest?

    Weißt du, wenn du an Depressionen leidest, kann man das medikamentös und auch psychologisch erfolgreich behandeln – wenn man das WILL. …

    Wenn du dich aber lieber deinem Selbstmitleid ergeben willst, weil das bequemer ist, dann denk drüber nach, was das für dein Kind bedeutet, wenn der Vater sich derart hängen lässt.
    Und selbst ziehst du dich immer tiefer in deinen dunklen Sumpf. Das wird nie besser werden, wenn du nicht selbst tätig wirst.
    Man, steh auf, geh raus, geh schwimmen, laufen, einfach raus an die frische Luft, atme ein, mach die Augen auf und sieh hin. Anderen Menschen geht es auch schlecht – und trotzdem LEBEN sie.
    Du kannst so vieles ändern, aber du musst wollen und die Schritte selbst gehen.

    Hast du keine Ideen mehr? Träume…?
    Setz dir Ziele. Tot wirst du noch früh genug sein.

    liebe Grüße an dich

    • Mit meinen Kindern führe ich ein eigenes Leben, unabhängig von meinen Depressionen und den anderen bad days. Natürlich wissen sie, dass ich manchmal Neigungen habe, mich tief und tiefer fallen zu lassen. Aber ich lasse es in diesen Stunden (und Tagen) nicht offensiv zu und vor allem ist es so, dass meine Kinder zu 90 % in der Lage sind, mich aus dem tiefsten Tief herausholen.

      Mein Leben mit mir (allein) grenzt sich ab von diesem Familienmensch, der versucht, so gut und oft wie möglich da zu sein, auf die ein oder andere Art. So gesehen ist es ein großes Privileg, Kinder zu haben und eben auch die damit zusammenhängende Verantwortung.

      Bedauerlicher Weise ist es aber ein „Die Kinder & ich“ und keine Gesamtfamilie. Es fehlt (für mich)das sichtbar mütterliche Pendant (über Alice müsste ich demnächst auch wieder schreiben; es ist viel passiert, leider wenig Gutes).

      Habe ich Träume, Ideen? Wenn ja, dann spielen sie sich ausschließlich in meinem Kopf ab, bleiben unrealisiert.

      Dass ich mich erst heute melde, tut mir sehr leid. Wie geht es dir? (deine letzten Posts klingen irgendwie besorgniserregend).

      • Warum entschuldigst du dich dafür? Es gibt keine Verpflichtung, meinen Kommentaren antworten zu müssen. 🙂 Wenn du es machst, freut es mich natürlich.

        Wie reagieren denn deine Kinder, wenn sie mitbekommen, dass du dich tief fallen lässt?
        Und wie schaffen sie es, dich da wieder herauszuholen?

      • Entschuldigungen … ja, könnte einer dieser nicht fassbaren Vorsätze für dieses Jahr sein, wobei Excuses einfach zu meiner Charakterbildung gehören, denke ich.

        Wie meine Kinder reagieren? Die kennen meine kleinen bis mittelschweren Abstürze oder die Gefahr meines Slippery-when-Wet-Egos. Meine Tochter hat selbst die Tendenz, in psychische Abgründe zu gleiten.
        Wie sie es schaffen, mich da rauszuholen? Indem sie mir ihre Welt präsentieren, mit mir ihre Sorgen und Probleme teilen, oder indem sie mich einfach auslächeln, und mich und meinen akuten Status wieder einigermaßen ins Gleichgewicht bringen: das hilft eigentlich immer.

        Übrigens (auch wenn ich kein großer GlückwunschMensch bin): Happy New Yeah! (Year!)

  2. Märchen ohne Happy End ⋅

    es gibt dich noch?
    es gibt dich wieder

    deine zeilen sind aus meinen Gedanken entsprungen – parazetamol reicht nicht….

    • Ja, I’m still living, irgendwie. Aber es gab mich schon immer, aber das natürlich nur irgendwie schemenhaft. Es gibt Tage, an denen ich total abdrifte, kaum ansprechbar bin.

      Wie geht es dir denn?

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