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das besondere im (n)ich(ts) …

Vor vier Tagen.

Samstag Nacht. 23 Uhr Plus.  Zentralcafé im K4. Mein Rücken am verschlissenen Marmor (schon zu einer Art pitch geworden) gelehnt, Beine gespielt lässig auf dem Dielenboden  langgestreckt. Ich war einer der ersten (und soweit ich das beurteilen kann, auch einer der wenigen, die sich vorher ein Ticket besorgt haben, die meisten zahlten cash: 12 Euro), denen Einlass gewährt wurde. Ich kenne mich aus, kenne meinen Platz und also ist es so, dass ich während des warm-ups  vor aus meiner sitzend, fast liegenden Position heraus, erstmal public viewing machen kann. Das Terrain zu sondieren ist ja gleichzeitig auch eine Strategie meine Menschenängste einigermaßen unter Kontrolle zu kriegen (am Ende hatte die Veranstaltung auf Facebook über 120 Follower, also potentielle Konzerthingeher: bei einem Saal der vielleicht die doppelte Größe eines studententypischen WGWohnzimmers hat, schon bedrohlich: mein Kopf rechnete natürlich auch die SpontanBesucher mit ein: potenzierte claustrophobia ! ), nur dass ich diesmal wusste, was mich erwarten würde: ein Live:erlebnis, reduziert auf einen zumindest damals mir nicht mehr aus dem Kopf gehenden Song und das dazugehörige Video, das mir zu jener Zeit  noch innovativ erschien (bei mehrmaligem Schauen aber irgendwie an Glanz einbüßt). Ja, ich wusste, was ich tat und meine besten Vermutungen wurden dann auch bestätigt: DENA kann nur halbgut singen, immer die gleiche Stimmlage, immer derselbe, minimal abgeänderte Song;  dafür legt sie aber eine bezaubernde, tanzfreudige (wobei ab und zu ihre Choreographie nicht ganz synchron mit ihrem Gesang ging: aber genau das war es ja, was ich so faszinierend fand: ihr mädchenhafter AntiPerfektionismus) Performance hin. Der Cash, Diamonds Rings Song kam übrigens ganz zum Schluss.

Irgendwann stand  Dena in ihrem schwarzen I lost Angels Shirt einfach nur lächelnd verschwitzt (genau wie dieses wir, diese homogene Masse) da und schien glücklich zu sein.

Der Saal war brechend voll. Ich befand mich mal in der zweiten, mal in der dritten Reihe, je nachdem wie oft ich vor- und dann wieder zurückgedrängt wurde. So gesehen war ich auch immer etwas abgelenkt.

 

Nach dem Konzert gab es noch eine after show party, die das vorangegangene Erlebnis dann zwar auf einem anderen Niveau, aber genauso glorreich abschließen konnte: ein gemischtes DJing …

Spätestens gegen 3.00 Uhr,  als mir jemand (aus Mitleid?) einen Joint anbieten wollte, bin ich gegangen.

 

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Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

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