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reciting: das kleine ich-bin-ich …

Und dann gab es da noch diesen außergewöhnlichen Moment,  gegen halb 4.00 Uhr , nächtliche Kühle &  Schweigen einer temporär erblindeten Großstadt, noch berauscht vom gerade eben erst stattgefundenen Ereignis (dem DENA Konzert/ der aftershow party) und schon bereit,  in einer anderen Galaxie anzudocken (und ja: ich kann manchmal naht- und problemlos von einer Erfahrung zur nächsten wechseln). Ich also mit meinem alten, halbkaputten MP3Player, der mir in seinem Display weder Interpret noch Song anzeigt und auch sonst die Musikauswahl dem Zufall überlässt, unterwegs, und auf einmal einen Ja, Panik Song nach dem anderen im Ohr. Während des Hörens dann das Gefühl immer leichter, weil immer verstandener zu werden, so als hätten sich die einzelnen Lieder personifiziert, als würden sie mich wie ein erweitertes, besseres Ich begleiten. Und spätestens, wenn  A.S. in seinem Gänsehaut erzeugenden AustriaSlang   „bist du fürchterlich verängstigt“

(aus Nevermind) singt, besteht die Gefahr, immer weiter, bis ins (N)irgendwo gehen und verschwinden zu wollen (tatsächlich Präsens, weil dieses Gefühl jederzeit abrufbar ist, und wie ein Echo nachhallt).

Gestern dann eine Entdeckung. So was wie ein hidden track, nur nicht auf Vinyl/CD, sondern im Internet: wieder Andreas Spechtl, diesmal nicht singend, sondern betrunken (sic!) lallend (und falls er nur so tut als ob, ist er the greatest pretender, I’ve ever seen), und aus einem Kinderbuch vorlesend, motorisch rückhaltlos,  das Gesicht immer verdächtig nah am Text. Ja, ich weiß: sich über betrunkene, also nicht mehr (ganz) zurechnungsfähige Menschen zu amüsieren (denn darauf läuft es hinaus), ist armselig, aber in diesem Fall muss ich gestehen: was er da abliefert, ist so unwiderstehlich großartig, dass man einfach hingucken muss. Das Schönste: am Ende versaut er noch nicht mal die eigene Pointe.

 

Und heute, vor ein paar Stunden, die Veröffentlichung eines neuen Ja,Panik Videos: Chain Gang. Stilistisch ein wieder etwas minimalistisch angelegter Clip, dem nur noch die Discokugel fehlt. Und man (not me!) kann zu dem Song wahrscheinlich wirklich  tanzen …

 

Die Band ist nach wie vor on tour. Deshalb (auch wenn ich sonst keine Empfehlungen und ähnliches ausspreche): uneingeschränkter Hingehbefehl! 

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Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

3 Antworten zu “reciting: das kleine ich-bin-ich …

  1. emmakesselhut ⋅

    D A S I S T G A N Z T O L L ! Danke für den LAcher. Wie großartig!!

    • Es müssten einfach mehr „Kleine Ich bin ich“ Videos gedreht (und geguckt) werden. Dann wäre die Welt a better place. , vermutlich.

      Danke nochmals fürs re:bloggen.

  2. emmakesselhut ⋅

    Hat dies auf Emma I. Kesselhut rebloggt und kommentierte:
    Ich habe bei multiply me einen ganz tollen Beitrag gefunden. Es geht um das Video vom Kleinen Ich-bin-Ich. Musste ich mir die Tage mal wieder reinziehen und jetzt darf ich es mit Euch teilen. Ich verliebe mich gern in die Kleinigkeiten des Lebens. Dieses Video ist so eine Kleinigkeit. Wie das PoetrySlamVideo, das ich postete zum Thema Bärte.

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