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still und starr …

Für jemanden wie mich, der gerne mit dem Feuer spielt, müssen die letzten Tage nahezu ein Fest gewesen sein: konstante 30 Grad plus; ideale Voraussetzungen, in Flammen zu stehen oder wenigstens gegrillt zu werden.  Playing with fire ist zum Glück nur eine euphemistische Umschreibung dessen, was meiner Existenzform am nächsten kommt: ich war schon immer fasziniert von  Hitze, lodernden Flammen und rot leuchtender Glut (tragisch, dass meine pyromanische Karriere nur einen Sommer dauerte; ich war damals höchstens 10, also nicht strafmündig; heute fehlt mir zum Brandstifter die notwendige kriminelle Energie und das entsprechende Durchhaltevermögen).

Nichtsdestoweniger: I can’t stand the heat. Also die echte Hitze. Sonneneinstrahlung. UV oder wie immer das korrekt heißt. Und da ich weder ambitioniert genug bin, ein öffentliches lido zu besuchen, noch jemanden hätte, der dort meinen Rücken mit Sonnenschutzmittel (LSF 30) eincremt (my back is my worst problem area), versuche ich mich wenn nicht zu Hause, so doch im kühlen (hoho!) Schatten aufzuhalten. Somit kann es passieren, dass sich in diesem abgezirkelten Bereich mein Relais überhitzt, und meine Synapsen aus der Bahn springen.

Pfingsten, also dieses verlängerte Feiertagswochenende, war an motorischen Unwillen nicht zu überbieten. Ich habe das alte Programm durchgezogen, trotz oder wegen der Hitze nur paschamäßig weggechillt: eine DVD nach der anderen in den Player gelegt, zwischendurch mir die Ohren mit ein paar guten Songs (dem genialen Walking Dead Soundtrack z.B. und immer wieder mit Beyoncé und Sharon Jones & the Dap-Kings/ Give the People what they want  (auch wenn die Alben schon etwas älter sind) durchspült und versucht, den Stapel der Monate lang angesammelten Zeitschriften zu ordnen, minimieren, was auch immer. Bücher (alles, was mehr als 200 Seiten umfasst) hingegen: ich kann mich nur sehr schwer auf komplexe, literarische Inhalte einlassen. Ich drifte während des Lesens immer wieder ab und überschreibe den Ursprungstext dann mit meinen eigenen Worten und Gedanken. Bad habit und verdammt anstrengend.

Jedenfalls habe ich mich dann am Sonntag mit meinem Fahrrad für ein paar Stunden (morgens zwischen 7.30 und 10.00 Uhr, wenn die Welt noch einigermaßen in Ordnung ist) an den Wöhrder See gewagt, neben dem Dutzendteich wahrscheinlich das meist frequentierte Naherholungsgebiet in Nürnberg, zentral gelegen und auch von meiner Wohnung mit dem Bike in max. 5 Minuten erreichbar. Meine Kamera hatte ich diesmal auch dabei. Irgendwie musste ich mich ja beschäftigen. Nur so durch die Gegend biken langweilt mich, mal abgesehen von der irreversiblen Musik im Ohr, fühle  ich mich in bestimmten Situationen unterfordert, werde nahezu hyperaktiv und muss deshalb eine Art Gegengewicht schaffen.

Am Wöhrder See hat sich, seitdem ich das letzte Mal (vor 2 Jahren?) da war, so einiges geändert. Unter anderem wurde ein Stadtstrand installiert. Kein Witz: ein vielleicht 80 qm² Sandstreifen am seichten Ufer. Sieht ziemlich lächerlich aus, aber naja …  honni soit qui mal y pense.

Was die Fotos angeht: slideshow ging diesmal nicht, sorry. Wahrscheinlich war ich einfach technisch wieder mal zu blöd. Aber die Bilder lassen sich, wenn man sie anklickt, etwas vergrößern.

Wie übersteht Ihr eigentlich die Hitze ? [Oder falls sie schon vorbei ist: past tense.]

DSCN4162

 

 

 

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