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my loneliness is killing me …

Während ich seit Tagen meine Wohnung aufräume,  mir quasi gedämpften Ordnungswillen vortäusche, um meinen immer häufiger auftretenden Einsamkeitsschüben (yeah, pussy, wolltest du es nicht genau so ?! ) etwas entgegen zu setzen, fallen mir mit den zu ordnenden Dingen immer mehr Erinnerungen entgegen. Manchmal braucht es nur eine alte Telefonnummer, die ich auf einen (der vielen) Zettel notiert habe, damit die unaufgeforderte Suchfunktion aktiviert wird, und  mich in eine der tausend Vergangenheiten katapultiert, um mich dort eine dieser grausam schönen Melancholien spüren zu lassen.

Man kann Menschen nicht einfach vergessen, sobald sie andere Wege einschlagen, sich von dir und deiner Welt entfernen. Mein Gedächtnis leistest mir dabei keine große Hilfe. Wie oft und gern würde ich bestimmte Erlebnisse aus der Sammlung dieses Repertoires löschen, for ever (natürlich sind da genauso viele Momente, die ich mir pausenlos rekonstruieren möchte). Ok, diesen Wunsch hat wahrscheinlich jede/r, aber ich weiß nicht, wie ausgeprägt und painful dann die entsprechenden Vorstellungen sind, ob es da zu eigenen Ergänzungen kommt, man also das Ergebnis verfälscht (verschönert/verschlimmert), oder es verfälschen lässt (wäre interessant zu wissen, welches der Ichs dafür verantwortlich ist, und welche Schlüsselreize dazu notwendig sind). Es ist wie eine Droge, von der ich nicht loskommen will.

In dem Zusammenhang glaube ich plötzlich die Chance zu sehen, brachliegende Beziehungen wieder aufzunehmen. Was andererseits dann gleich hinterfragt wird, ob es nicht einen Grund gab, wieso sich jemand von mir gelöst hat. Was wiederum einen Haufen weiterer Fragen aufwirft: ob die- oder derjenige nun andere Menschen hat, die besser zu ihr/ihm passen. Meine sofortige Schlussfolgerung: es bringt nichts, ich bin zu laut, zu aufdringlich, und überhaupt: es ist zu spät. Ein Motto, das wie ein Passepartout zu meiner übrigen Existenz passt.

Vergessen und Vermissen sind bei mir fast schon Synonyme. Es fällt schwer, da eine widerspruchsfreie Distanz aufzubauen.

 

Jedenfalls tritt das Aufräumen nun in seine heiße Phase. Um der damit verbundenen räumlichen Stille zu entkommen, läuft im Hintergrund abwechselnd Musik (Eels, Tricky, The National, …) oder August Diehl liest aus Wolfgang Herrndorfs Arbeit und Struktur vor. Irgendwie nimmt mich das nicht so mit, wie der geschriebene Text. Kann sein, dass ich abgestumpft bin, da ich auf  H.s Blog, sobald ich auf ihn gestoßen war, jeden Entrag bis zur Überreizung gelesen habe, manche Passagen kann ich beinahe auswendig. Ja, was bleibt, ist eine oberflächliche Reizung, nicht dieses ursprünglich subkutane Feeling …

Naja, letzten Endes läuft doch alles auf die Frage hinaus, ob mich jemand bitte verdammt nochmal auf lange Sicht hin in den Arm nehmen könnte, mich wieder lieben …

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Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

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