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media monday #161

Statt Media Monday lese ich jedes Mal maniac monday, was aber genauso zutreffend ist, denn schließlich gilt: every day’s maniac day. Bei mir zumindest …

 

media-monday-161

1. Das Stilmittel, Splitscreens einzusetzen funktionierte für mich eigentlich nur bei 24, weil es dort eine handlungsrelevante Funktion hatte und außerdem in seiner angewendeten Konsequenz  prägend war, genauso wie das Intro „The following takes place between …“,  das stete Einblenden der Digitalanzeige, den haarsträubenden Cliffhangern und den oft sehr politisch-inkorrekten Charakteren … Ihr merkt: I like(d) it! 

2. Selten gab es eine unsympathischere  (aber ebenso geniale) Hauptfigur als Al Swearengen in Deadwood , denn es lässt sich nicht so einfach erklären, wieso und weshalb da bei mir sofort eine zwiespältige Sympathie zu diesem Charakter entstand, man muss sich Al und seiner passionierten WeltWut vielleicht einfach mal aktiv aussetzen, und das am besten im Original (außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass man die inflationären Flüche (Cocksucker!) so ohne Weiteres ins Deutsche übertragen konnte).

3. ______ hat man mich im Grunde schon am Haken, weil ______ . Es gibt 3 Grundvoraussetzungen, mich als Zuschauer zu gewinnen (in Klammern exemplarische Beispiele): interessante Story (vermutlich Guardians of the Galaxy, wenigstens verspricht der Trailer viel Gutes)/  außergewöhnliches Cast ( Meryl Streep/ Julia Roberts/Benedict Cumberbatch et al. in August: Osage County), und  wagemutige Regisseure  (Hans Weingartner (Die Summe meiner einzelnen Teile)).

Ob ich allerdings ein am Haken zappelnder Fisch sein will, möchte ich bezweifeln. Lieber ein einsames,  zu streichelndes Opossum.

4. Es wird allerhöchste Zeit, dass der Hype um Shades of Grey ein Ende findet, denn auch wenn ich die Bücher (allein die geschmacksverirrten Cover reichen, um mir mein schönstes Vorurteil zu bilden, dann erst die im Nachgang mit ähnlich hässlich-debilen Umschlägen auf den Markt gestreuten Storyvarianten) nicht kenne, die Konation ist eindeutig: plötzlich eine längst bekannte Spielart des Sex als neu und innovativ zu vermarkten. 

5. Bester Nebeneffekt, mich mit meinen Seh- und/oder Lese-Gewohnheiten auf meinem Blog auseinanderzusetzen wäre es, Gleichgesinnte zu finden, die mich auf Filme oder Genres aufmerksam machen, von denen ich vielleicht noch nichts gehört oder gelesen habe. Eine etwas zu logische Antwort auf eine aber irgendwie auch darauf abzielende Frage, oder?

6.  Über Menschen, die demonstrativ während einer Vorstellung  das Kino verlassenkann ich mich nur kopfschüttelnd abwenden, weil sie doch eigentlich im Vorfeld hätten wissen/sich informieren können, was sie dort erwartet. Manchmal denke ich, die machen das extra.

7. Zuletzt gesehen habe ich Just the Wind /Csak a szél (ein auf Tatsachen basierender, ungarischer Film über die Ermordung einer RomaFamilie) und das war   niederschmetternd, weil der Film zeigt, was Angst mit Menschen  macht und dies mit einer inszenatorischen Wucht, die einem in jeder Einstellung den Atem nimmt. Es ist ein Film, der sich mit ruhigem Minimalismus nachhaltig in die Gewissensdatenbank einfrisst: eine Geschichte, die man, einmal gesehen,  nie mehr vergessen wird.

 

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Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

2 Antworten zu “media monday #161

  1. bullion

    …und wieder die harte Erinnerung daran, dass ich „Deadwood“ auch noch ungesehen im Regal stehen habe. Seufz.

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