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Media Monday #162

Seit ein paar Tagen sitzt mir Andy Warhol gegenüber. Nein, nicht der echte. So ein kleiner, hand bemalter Stellvertreter-Pan-Tau. Eine PlastikErsatzPuppe mit typisch weißen WarholHaaren, pechschwarzer Sonnenbrille und eben solcher Kleidung.  Ich hätte gerne, dass er mir beim Schreiben helfend über die Schulter blickt, dennoch starrt er  mir nur Löcher in meine Brust. Er soll – so steht es auf der Verpackung-, inspirierend wirken, stattdessen hält er seine einstudierte Pose: der rechte Ellbogen auf dem Knie, dabei sein Kinn mit einer Hand abstützend. Irgendwie grinst er auch noch süffisant.  Sonst nichts.  Da er also konsequent jegliche Unterstützung verweigert, bin ich wieder mal mit dem Ausfüllen des Media Monday Textes auf  mich allein gestellt.

 

 

 

 

 

media-monday-162

 

 

 

1. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende: Eine meiner liebsten Serien ______ . Inzwischen stapeln sich bei mir diverse Staffelboxen (vor allem die First Seasoner) und da ich immer noch nicht das Dexter-Finale geguckt habe, wage ich den  BlankText auch nicht zu vervollständigen. HIMYM (6. Staffel) tritt bei mir gerade ziemlich auf der Stelle. Ansonsten gucke ich im Augenblick mit wachsender Begeisterung  LOST, wobei mir das Ende gespoilert wurde [vielen beschissenen Dank, Mr. Judd Apatow !].

2. Mit den Filmen der ______ als Dekade konnte ich bisher wenig anfangen, weil ______ . Jede Dekade bzw. Epoche hat ihre Glanz- und Tiefpunkte, und nachträglich erscheint sowieso oft alles in einem anderen Licht: legendäre Meisterwerke werden auserkoren, andere Filme gewinnen an Bedeutungslosigkeit. Außerdem gibt es da fließende, temporale Übergänge. Es wäre so, als würde ich behaupten, Filme, die im Winter spielen, nicht zu mögen nur weil ich mich das Jahrzehnt, in denen sie klimatisch angesiedelt sind, nicht interessiert.

3. Ich fände es ja toll, wenn es zu ______ neue Abenteuer und Geschichten gäbe und sei es als ______ , denn ______ . Schon wieder ein Lückentext, dem ich nichts hinzuzufügen habe.

4. Seit ich von ______ so viel Gutes auf ______ habe lesen können, drängt es mich richtiggehend, ______ . Hm, ich könnte jetzt eine Liste kommender Kinofilme zusammenstellen, über deren Inhalt  ich mich vorinformiert habe, und die ich tendenziell interessant finde.  Neben meinen einigermaßen verlässlichen Instinkten dient mir als erste Anlaufstelle, zumindest bei amerikanischen Produktionen, metacritic (übrigens auch für Musik und TV-Serien), früher war es mal rottentomatoes (wobei ich feststellen musste, dass die dortigen Reviews fast nie meinem eigenen Urteil standhielten).

5. ______ um des reinen Effekts willen, denn ______ .  Gewalt und Sex und in diesem Zusammenhang Blut- und andere Körperflüssigkeiten vergießen, nur um eine gute Show abzuziehen … naja, ich bin mittlerweile nicht mehr radikal abgeneigt, mir Filme wie The Raid 2 anzugucken (wobei anscheinend ein paar Figuren charakterlich sogar tiefenschärfiger als im 1. Teil dargestellt werden). Filme also, die vordergründig als Gewalt-, Sex- oder Blutorgie angelegt sind, das aber  mit hoher Perfektion rechtfertigen. Meine diesbezügliche Toleranzgrenze hat sich da weitgehend verschoben. Nennt es auch Katharsis, wenn Ihr wollt.

6. Dieser unsägliche Zwang, englische Filmtitel mit dämlichen deutschen Untertiteln zu versehen, fand bei Hot Fuzz- Zwei abgewichste Profis seinen Höhepunkt, weil a) der Titel billigstes Kinofutter suggerierte und somit b) dem Original in keinster Weise gerecht wurde. Wenn die Synchro genauso schlecht wie der angehängte deutsche subtitle war, müsste ich jetzt, zumindest in Gedanken, ab*******.

Deep in the Woods der im TitelNachgang noch „verschleppt und geschändet“ heißt, zeigt auch sehr deutlich, wie ein künstlerisch anspruchsvoller Film gleich einen skandalträchtigen Beigeschmack erhält. Absurder Weise handelt es sich bei diesem Werk um eine deutsch-französische KoProduktion, deren ursprünglicher Titel zwar auch nicht besonders originell, aber immerhin „Tief in den Wäldern“ (auf französisch folgerichtig übersetzt: Au fond des bois) hieß.

7. Zuletzt gelesen habe ich (ich bin gerade in der Mitte des 350 Seiten-Buches) Christa Maerkers  Ehegraphie über Elizabeth Taylor und Richard Burton und das war ist sehr flüssig und ironisch bis sarkastisch geschrieben , weil es unter anderem hellsichtige Sätze wie diese enthält: (über R.B.) „Er ist verliebt in die Liebe und in das Verliebtsein und in den Sex und alles, was die Gefühle dabei so stärkt und das Leben belebt“: ein wirklich auf den Punkt gebrachtes Statement über die libidinöse(n) Verirrung(en) dieses Schauspielers.

Das Buch soll mir außerdem als Vorlektüre zu The Richard Burtons Diaries dienen.

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Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

14 Antworten zu “Media Monday #162

  1. bullion

    Oha, also „This is 40“ gesehen? Ja, das war ein fieser Spoiler. Ist aber vielleicht besser so für das Seherlebnis…

  2. Lost ist auch großartig, wenn man das Ende (welches ja jetzt nicht so der Brüller ist…) schon vorab erfahren hat. Denn der Weg dahin ist so viel besser! Also weiterhin viel Spaß! 🙂

    • Danke, werde ich haben. Bis jetzt stecke ich erst mitten in der 2.Season, habe also nicht mal die Hälfte des Weges geschafft.

      • Oh, Staffel 2 ist super! Das ist meine Lieblingsstaffel, glaube ich. Viel Vergnügen! 🙂

      • Worin zeichnet sich denn bitte eine Lieblingsstaffel aus? Inzwischen habe ich jedenfalls die 2. Season LOST abschließen können und ja … hat mir ausgesprochen gut gefallen und bin gespannt (auch wenn ich das Ende ja schon irgendwie kenne oder zu kennen glaube, wegen Spoiler etc.) wie’s weitergeht.

      • Hmm, also ich mochte Lost, Staffel 2, weil ich diese unterirdische Station und das damit verbundene Psychospiel – Was passiert, wenn wir nicht den Knopf drücken? – total spannend fand. Wenn du durch bist mit der Serie kannst du ja mal schreiben, welche deine favorisierte Staffel war. Und du musst dich wirklich nicht ärgern, dass du das Ende schon zu kennen glaubst! Es passiert noch so unglaublich viel bis dahin… 🙂

      • Ich weiß nicht, ob es da eine bevorzugte Staffel gäbe. Inzwischen bin ich bei der 3. Season angekommen und muss feststellen, dass auch sie mir-wie die vorangegangenen- sehr gut gefällt – man lernt die einzelnen Figuren und ihre Biographie, ihr Innenleben, und ihre Motivation immer besser kennen. Und komischerweise finde ich in (fast) allen Charakteren großes Identifikationspotential.

  3. Wortman

    Von Lost kenne ich nur die ersten vier Folgen 😉 Hab da damals nie weiter gegucckt.

  4. Wollte gerade fragen wie das passiert, dass Judd Apatow dich gespoilert hat. Die Kommentare haben das schon vorweg genommen. Wer kommt denn auf die Idee Spoiler in einen Film einzubauen? Gehört verboten. Du sollst nicht spoilern. Das 11. Gebot.

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