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media monday #188

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1. Was war der größte Fehlgriff, die größte Enttäuschung in punkto Film/Serie/Buch, an die du dich erinnern kannst? Eindeutig Pedro Almodóvars‘ Los amantes pasajeros / Fliegende Liebende.  Hier stimmt einfach nichts! Der Film ist unter Almodóvars Niveau. Ironiefrei, grausam dämliche Dialoge, klischierte Figuren und ein billigster Filmset (ist der Flugzeuginnenraum/ das Cockpit aus Pappmaché ?!) . Dennoch gehört Pedro nach wie vor unangefochten zu den von mir am meisten bewunderten Regisseuren (Europas). Ich denke ja immer noch, dass er einfach einen schlechten Tag hatte, als er sich den Plot ausdachte, also nur temporär, also kleine Sinnkriseln.

 

2. Lange (ähm: Filmlänge-lang!) habe ich mir gewünscht, so zu sein wie E.T. aus E.T.the Extra-Terrestrial , denn: ouch … E.T. phone home.

3. Django Unchained war so lange gut, bis die Szene(n) mit Tarantino himself kommen, denn in diesem Moment gerät der Film zur absoluten Farce. Tarantino hat einfach kein westerntaugliches Gesicht. Außerdem passen Gestik und Mimik nicht in die Zeit. Er wirkt vollkommen deplatziert.

4. Wenn ich mich so auf manchen Film-Blogs umschaue, denke ich so bei mir : wie können die nur so verdammt gute, vor allem gut begründete Kritiken schreiben? Ich tue mich schon schwer, einen Film schulnotengerecht zu bewerten.

5. Selbst wenn ich im Vorfeld weiß, dass der Film nur mittelmäßig sein dürfte, wenn Forest Whitaker mitspielt, ist das schon ein Hingucker/ Hingeher. Ich mag seine Augen und seine leicht retardierte Art. Es sieht immer so aus, als würde er mit seinem Körper denken.

6. Es gibt Serien, die spielen im wilden Westen, im Mittelalter, im Weltraum, aber der Knaller wäre es doch, wenn es eine Serie gäbe, die alle möglichen Genres und Stile kongenial mixt, inhaltlich total ernst, und gleichzeitig unerwartet sarkastisch wäre. Also diesen Riesenspagat zwischen gehobenem Anspruch und Befriedigung seltsamster Gelüste hinkriegen würde.

7. Zuletzt gesehen habe ich The Last Days on Mars und das war solider SiFi-Horror, aber mehr auch nicht. Leider.

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Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

5 Antworten zu “media monday #188

  1. bullion

    Hmm, bei „Django Unchained“ fand ich die Tarantino-Szene auch nicht besonders gut, aber den Spaß am Film hat sie mir nicht verdorben.

    Schön zu lesen, dass dir „The Last Days on Mars“ gefallen hat. Da wollte ich eh noch reinschauen… 🙂

    • Naja, Tarantinos Auftritt war für mich schon ein großes Ärgernis. Irgendwie trat er da auch zu selbstsicher auf, so als müsse er sich nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler profilieren.

      Egal.

      Tut mir leid, wenn ich dich enttäuschen und deine Erwartungen dämpfen muss: aber „The Last Days on Mars“ war für mich gerade noch erträglich, an der Grenze des Nichtgefallens, weil der Film einfach zu viele bekannte SiFi- und Horrorelemente enthält, teilweise stark an The Thing und Alien erinnert. Die Inszenierung ist sehr konventionell. Ich habe mir den Film eigentlich nur aus einem Grund angeguckt: Romola Garai, die neben Liev Schreiber die zweite Hauptrolle spielt.
      Falls dich das Thema Mars und SiFi interessiert, solltest du vielleicht Andy Weirs „Der Marsianer“ lesen, ein Buch, das aktuell von Ridley Scott mit Matt Damon, Jessica Chastain et al. adaptiert wird. Das Buch liegt jedenfalls ganz oben auf meinem Must-Read-Stapel.

  2. Wortman

    Am Besten war Tarantino himself immer noch in From Dusk till Dawn 😉

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