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book/s(h)elfie/challenge

Und wieder stehe ich vor einer fast sich selbst beantwortenden Frage: soll oder soll ich nicht … mir einen Kindle Fire zulegen? Nach wie vor bin ich hin- und her gerissen, was die Anschaffung eines solchen Gadgets betrifft. Brauch ich das wirklich, oder ist es nur einer dieser hinreichenden, aber nicht unbedingt notwendigen, schon jetzt zum Einstauben verurteilten digitalen Spielzeuge ? Also nach wie vor große Lust, mir so ein Teil endlich zu kaufen (kurze Zeit hatte ich sogar so eine Amazonie, in klassischem Schwarz mit 8 GB Speicher, die hab ich dann aber an meine Tochter verschenkt), gepaart mit genauso großer Lust, mich von meinem Konsumwahnsinn nicht weiter in den Wahnsinn treiben zu lassen. (Was messie-me viel dringender braucht, ist eine externe Festplatte.)

Eindeutig gegen so ein Kindle spricht ja: digitale Bücher riechen nicht. Noch nicht mal nach Plastik. Und so richtig umblättern lassen sie sich auch nicht, bieten also kein großes haptisches Erlebnis. Es fehlt einfach dieser klassische LeseEffekt.

Der einzig wirkliche Vorteil ist, dass ein 1000-(oder mehr)-Seiten-Buch auf so einem E-Book-Reader keinen großen Platz beanspruchen würde (Donna Tartts Goldfinch, ein 1 Kilo-Bestseller,  hat mir fast den Brustkorb eingedrückt, weil  ich ja bevorzugt im Liegen lese).

Bis ich eine Entscheidung getroffen habe, lasse ich mich in diesem Monat noch von von der klassischen Buchform (Hard- und Softcover) herausfordern:

1. Miina Supinen: Drei ist keiner zuviel Die Autorin ist aus Finnland. Das Buch von Suhrkamp[Nova].

2. Kevin Brooks: Lucas Weil K.B. seinen Figuren immer brennglasnah kommt. Und Lucas (mit c !) einfach ein schöner männlicher Vorname ist.

3. Valeria Luiselli: Die Schwerelosen Unter anderem wegen diesem Video:

 

4. Dennis Lehane: The Drop/ Bargeld Den auf dem Buch basierenden Film habe ich verpasst, aber Mystic River (Buch und EastwoodVerfilmung) hatte auf mich schon enormen Eindruck gemacht.

5. Sean Wilentz: Bob Dylan und Amerika  Zwar bin ich kein HyperDylanFan, aber gespannt, wie gut der Autor den Gesamtkünstler mit seinem Homeland verorten kann. Ich hoffe da auf eine gespaltene, kritische Annäherung. So weit ich das Buch überflogen habe, orientiert sich Wilentz da weitestgehend an Dylans Songtexten. Naja.

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Über midlifelover

.....++++***** ??? !!!

4 Antworten zu “book/s(h)elfie/challenge

  1. Die Schwerelosen ist ein ganz wunderbarer Roman. Überhaupt ist diese Luiselli großartig. Genauso wie Bücher großartig sind, und ich meine mich erinnern zu können, kürzlich irgendwo einen Bericht gelesen zu haben, dass man untersucht hat, dass die Inhalte, die wir auf die klassische (vom Aussterben bedrohte?) Art, also auf Papier lesen, besser haften bleiben, dass also, um das Fazit sehr verkürzt wieder zu geben, Papierlesen intelligenter macht als elektronisches. Aber ich bin in dieser Hinsicht ohnehin unheilbar altmodisch.

    • In dieser Hinsicht (analog-digitales Lesen) bin ich wahrscheinlich auch eher traditonell geprägt. Mittlerweile habe ich zwar einen Kindle, nutze ihn aber kaum. Un Luiselli ist tatsächlich eine großartige Schriftstellerin, ihr Roman hat etwas sehr Traumhaftes, vor allem weil irgendwann die Erzählperspektiven und Zeitebenen verwischen, und ich mich davon nicht entmutigen ließ: erst war ich seltsam verstört, dann aber fand ich mich damit ab und schließlich konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie man diese Geschichte besser und anders hätte erzählen können.

  2. Cat ⋅

    Wenn du wirklich nur lesen willst mit dem kindle, dann würde ich zum paperwhite greifen und nicht zum fire. Akku hält einfach länger, buchseite sieht bei jeder lichteinstrahlung super aus und man lässt sich nicht so leicht von anderen dingen ablenken und nutzt es wirklich zum lesen 😉

    • Das Problem ist: ich liebe es, mich ablenken zu lassen. Meine ganze Existenz scheint daraufhin ausgerichtet zu sein: Eskapismus. Von daher konnte ich einem Kindle Fire leider nicht widerstehen. Allerdings habe ich ihn erst ein paar Mal benutzt, mir bisher auch nur Leseproben heruntergeladen. Wie nutzt du deinen E-Book-Reader denn?

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