cher[r]ish …

Irgendwann setzt sich die Welt nur noch aus den Farben Rot, Grün und Blau zusammen. Und nach 2 intensiven Wochenend-Tagen, die man mit Pflücken und Nichtpflücken reifer, sehr reifer, aufgeplatzter, blassroter, zu kleiner (nicht in die genossenschaftlich-vorgeschriebenen Formate der Sortierschablone passenden) und prächtiger, übergroßer Kirschen verbringt, ist (fast) Alles noch ein bisschen röter, runder und egaler. Das Universum schrumpft zu einer kleinen, kernhaltigen Masse. Man is(s)t so unglaublich vertieft. Das teilweise Schweigen der Anderen (Erntehelfer/Freunde/family members) passt sich der eigenen Gedankenleere an, kollektive Entspannungstherapie quasi, die nur vom Summen gieriger Insekten begleitet wird. 35° Celsius and more. Aber wozu gibt es Sonnenspray (sic!) und gekühltes bis lauwarmes Mineralwasser. Und so pflückt und flieht man … bis man so durchmeditiert ist, dass einem der Schweiß aus allen Poren bricht. Und es Zeit wird, aus der senkrechten Haltung (meist gestreckter Haltung, weil man ja auch an die höchstgewachsenen Früchte will; Hilfsmittel: 4 bis 5 Meter hohe Alu-Leitern, aber so todesmutig war ich dann doch nicht) in eine horizontale Lage wechseln will, also entweder Hängematte oder Freibad (seit gefühlt 3 Jahren wieder in einem öffentlichen Swimmingpool zu sein, ist ein historisch zweifelhafter Moment) …

Ein paar (Handy)Fotos, die aufgrund schlechter Qualität nur Beweischarakter haben: das letzte Bild stellt tatsächlich ein Zwergkaninchen dar, das nur den Eindruck erweckt, friedlich vor sich hin zu mümmeln, in Wirklichkeit aber genauso lebhaft wie streichelzart war:


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still und starr …

Diese Galerie enthält 17 Fotos.

Für jemanden wie mich, der gerne mit dem Feuer spielt, müssen die letzten Tage nahezu ein Fest gewesen sein: konstante 30 Grad plus; ideale Voraussetzungen, in Flammen zu stehen oder wenigstens gegrillt zu werden.  Playing with fire ist zum Glück nur eine euphemistische Umschreibung dessen, was meiner Existenzform am nächsten kommt: ich war schon immer fasziniert… Weiterlesen.

it’s so cold and pissing blood …

Die definitiv letzten EnglandFotos, first part. Vom Goodnestone Park Gardens. Was mich mit wistfulness erfüllt. Der Spätsommer der sich nicht auf den Spätherbst übersetzen lässt, und die Erinnerungen die nun doch eine  schwere Patina bekommen haben und langsam ausdünnen.

Aber vielleicht wäre gerade der vorletzte Monat im Jahr, der an dem die Rollen rückwärts am nötigsten wären:  schwere Novemberdepression, die mittlerweile schon Tradition hat.  Die nur zu ertragen ist, indem ich  Wilco, Iamx, Rumer,  und ganz viel Ryūichi Sakamoto höre, im Fastdunkeln sitze, mich wortsüchtig durch Blogs lese und versuche, meine Gedanken zu vereisen…

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