cher[r]ish …

Irgendwann setzt sich die Welt nur noch aus den Farben Rot, Grün und Blau zusammen. Und nach 2 intensiven Wochenend-Tagen, die man mit Pflücken und Nichtpflücken reifer, sehr reifer, aufgeplatzter, blassroter, zu kleiner (nicht in die genossenschaftlich-vorgeschriebenen Formate der Sortierschablone passenden) und prächtiger, übergroßer Kirschen verbringt, ist (fast) Alles noch ein bisschen röter, runder und egaler. Das Universum schrumpft zu einer kleinen, kernhaltigen Masse. Man is(s)t so unglaublich vertieft. Das teilweise Schweigen der Anderen (Erntehelfer/Freunde/family members) passt sich der eigenen Gedankenleere an, kollektive Entspannungstherapie quasi, die nur vom Summen gieriger Insekten begleitet wird. 35° Celsius and more. Aber wozu gibt es Sonnenspray (sic!) und gekühltes bis lauwarmes Mineralwasser. Und so pflückt und flieht man … bis man so durchmeditiert ist, dass einem der Schweiß aus allen Poren bricht. Und es Zeit wird, aus der senkrechten Haltung (meist gestreckter Haltung, weil man ja auch an die höchstgewachsenen Früchte will; Hilfsmittel: 4 bis 5 Meter hohe Alu-Leitern, aber so todesmutig war ich dann doch nicht) in eine horizontale Lage wechseln will, also entweder Hängematte oder Freibad (seit gefühlt 3 Jahren wieder in einem öffentlichen Swimmingpool zu sein, ist ein historisch zweifelhafter Moment) …

Ein paar (Handy)Fotos, die aufgrund schlechter Qualität nur Beweischarakter haben: das letzte Bild stellt tatsächlich ein Zwergkaninchen dar, das nur den Eindruck erweckt, friedlich vor sich hin zu mümmeln, in Wirklichkeit aber genauso lebhaft wie streichelzart war:


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cruel summer :: playlist june

Und wiedermal so ein monatlicher, musikalischer Rundumschlag, sidekick aus meiner Seele. Es hat sich nichts verändert, wieso und wodurch auch. Es ist nur ein paar Grad wärmer geworden, meine Depression (auch wenn es da keine gesicherte Diagnose gibt, nenn ich das jetzt mal so) schwimmt mit mir mit, in diesem trübem Gewässer der Agonie. Mal bin ich still, mal laut. Mal pocht es hinter den Schläfen und mal will ich mir einreden: yeah,geschafft! : almost dead. Dass es immer wieder weitergeht, dass dieses Rad nie zum Stillstand kommt, ist ein verfickt schlechtes Wunder.

Was vordergründig immer mitschwingt und mich überall begleitet sind Lieder, im Kopf/ Herz/Bauch, digital und analog, auf jeder Schmerzwellenlänge. Und auch wenn ich mehr als die Summe der unten stehenden Songs bin, kann man auch diesmal wieder einen Querschnitt meiner Psyche erhalten. Es ist auch diesmal wieder (fast) alles dabei: Reggae,Jazz, Soul, Blues, Leicht:sinniges, Filmmusik, Alternatives, Liedermacherisches (gibt’s da noch einen passenderen Begriff, jenseits deutscher Schlagermonotonie ?)

Na toll! Während ich diesen Artikel schrieb, hab ich geschätzt eine Viertel Tüte (ca 100 g) Marshmallows in mich hineingestopft, obwohl ich die eigentlich gar nicht  mag. 

Und ihr so? Eure favorite tunes ?  

 

1. strange things – john holt

2.  why must it always be this way – choir of the young believers

3. strong as death – al green

4. armour love – la roux

5. trouble in mind – lightnin‘ hopkins

6. black – kari kimmel

7. groovy people – low rawls

8. the hustle – van mccoy

9.  shadow of love – she and him

10.  love hangover – diana ross

11. elle avait les yeux couleur menthe a l’eau – eddy mitchell

12. sacrifice – björk

13. blinken am horizont – niels frevert

14. no moon at all – ann richards

15. mile end – pulp

 

still und starr …

Diese Galerie enthält 17 Fotos.

Für jemanden wie mich, der gerne mit dem Feuer spielt, müssen die letzten Tage nahezu ein Fest gewesen sein: konstante 30 Grad plus; ideale Voraussetzungen, in Flammen zu stehen oder wenigstens gegrillt zu werden.  Playing with fire ist zum Glück nur eine euphemistische Umschreibung dessen, was meiner Existenzform am nächsten kommt: ich war schon immer fasziniert… Weiterlesen.